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A new star is born
Am 2. Dezember 1981 erblickt Britney Jean Spears als zweites Kind ihrer Eltern Jamie und Lynne Spears in McComb (Mississippi) das Licht der Welt. Zusammen mit ihrer Familie wächst sie in Kentwood, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Louisiana, auf. Bereits als kleines Kind scheint sie genau zu wissen, was sie später einmal werden will: Popstar. Ihre Familie ertappt sie häufig dabei, wie sie vor dem Spiegel im Badezimmer Lieder von Madonna nachsingt und sich dabei selbst beobachtet. Um Britneys Talent zu fördern, stimmen die Eltern ihrem Wunsch zu, Tanzstunden nehmen zu dürfen. So wird der Grundstein zu Brits späterer Karriere gelegt.
Von Kentwood nach New York
Ihre ersten Auftritte hat Britney bei örtlichen Tanzveranstaltungen, außerdem singt sie einige Jahre im Kirchenchor (Britney ist Baptistin). Mit 8 Jahren bewirbt sie sich als Moderatorin für den "Mickey Mouse Club" im Disney Channel in Atlanta, doch die Produzenten lehnen sie wegen ihres Alters ab. Dennoch wird der Produzent Jeff Fenster auf ihr Talent aufmerksam und vermittelt sie an einen Agenten in New York. Dort gefällt es Britney und sie zieht zusammen mit ihrer Mutter für drei Jahre in die US-Metropole.
Kinderstar im "Big Apple"
Britney bewirbt sich für das "Off Broadway Dance Center" und die "Professional Performing Arts School". 1991 tritt sie im Alter von 10 Jahren in der Off-Broadway-Show "Ruthless" auf, eine Comedy-Performance, die auf dem 1956er Thriller "The Bad Seed" basiert. Ein Jahr später folgen zwei Auftritte in der Talentshow "Star Search": Auf Anhieb wird sie strahlende Gewinnerin, beim zweiten Mal reicht es nur zu Platz 2. Aber Britney lässt sich nicht entmutigen - sie ist stark genug und weiß, dass sie für die Bühne bestimmt ist. Noch im selben Jahr tritt sie in diversen TV-Werbespots auf. Jetzt erfüllen sich nahezu all ihre Träume: Britney singt, tanzt und schauspielert auf der Bühne. Sie liebt New York, doch mit der Zeit vermisst Britney ihr Zuhause, ihre Familie (Vater und Bruder sind in Kentwood geblieben) und ihre Freunde. Brit verlässt die Großstadt mit ihrem hektischen Treiben und kehrt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Jamie Lynn, die in New York zur Welt kommt, in ihre idyllische Heimat zurück.
Ein Traum wird wahr
Britneys Karriere scheint beendet zu sein, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Doch es soll nur eine kurze Ruhepause auf dem Weg nach ganz oben sein. Wenige Monate später erkundigen sich die Produzenten des "Mickey Mouse Club" bei den Spears, ob Britney immer noch Lust habe, die Sendung zu moderieren. Sie laden die 11-Jährige zu einer Probe-Performance ein, von der sie so begeistert sind, dass Britney noch am selben Abend als jüngstes Mitglied dort aufgenommen wird, um die Show zu moderieren. Zusammen mit einigen anderen Kids, z.B. Justin Timberlake, JC Sanchez (beide sind heute Teil der Boygroup 'N Sync) und Christina Aguilera, tritt sie dort auf, performt und moderiert. Aber nur zwei Jahre später wird die Sendung wegen mangelnder Zuschauerzahlen abgesetzt und Britney zieht wieder zurück nach Kentwood.
Eine schwere Entscheidung: Schule oder Karriere?
Ein normales Leben ist von da an längst nicht mehr möglich. Vergeblich versucht Britney, die Zeit als Kinderstar zu verdrängen und wieder ein normales Teenager-Leben zu führen, doch eben dies wird ihr schon bald zu langweilig. Sie will einfach kein Durchschnitts-Teenager in einem Provinzkaff sein; ihr Wunsch ist es, berühmt zu werden, auch wenn sie dafür einige Sachen aufgeben müsste. Ihre Mutter erinnert sich an Britneys ehemaligen Agenten in New York und bittet ihn um Hilfe. Dieser bietet Britney einen Platz in der Girlband "Innosense" an. Aber sie ist nicht so ganz davon überzeugt, Teil einer Girlband zu werden und lehnt das Angebot ab. Stattdessen nimmt Britney ein Demo-Tape auf, das ihre Mutter an die Produzenten verschiedener Plattenfirmen schickt. Drei lehnen Britney ab. Nur eine Plattenfirma interessiert sich für die junge Britney: Jive Records. Es dauert nicht lange und Britney wird von Jive unter Vertrag genommen.
"...Baby One More Time"
Kein Zweifel, Britney ist talentiert genug, eine Solo-Karriere als Sängerin zu meistern. Sie fliegt nach Stockholm, um dort ihr Debüt-Album einzusingen. "...Baby One More Time" wird fast zeitgleich in Schweden mit Max Martin und in New Jersey/USA mit Eric Foster White aufgenommen. Das Produzenten-Duo erweist sich als Volltreffer, hatten sie doch bereits Stars wie Whitney Houston (Eric Foster White) und den Backstreet Boys (Max Martin) zu mehreren Hits verholfen. Britney muss eine Menge über das Singen und Aufnehmen von Songs lernen, aber ihr Wille hilft ihr, das Unmögliche möglich zu machen. Zu dieser Zeit wird der europäische Pop-Markt von zwei anderen Pop-Sensationen dominiert: Billie und Robyn. Aber die Produzenten suchen ein Mädchen, das einen weltweiten Erfolg schaffen könnte - und Britney soll die Auserwählte sein. Nur sie scheint das Potential und den nötigen Willen zu haben, die Sache durchzuziehen. Im Dezember 1998 ist es dann soweit: Ihre Debüt-Single "...Baby One More Time" wird in den USA veröffentlicht.
Auf der Erfolgswelle
Niemand rechnet damals mit einem derartigen Erfolg des nahezu unbekannten Südstaaten-Girls. Doch Britneys erste Single und das gleichnamige Debüt-Album, das Anfang 1999 erscheint, schlagen zeitgleich auf Platz 1 der US-Charts ein - das gelang in der amerikanischen Musik-Geschichte bis dahin keinem anderen Künstler. Das dazugehörige Musikvideo (produziert von Nigel Dick) wird massenweise mit Awards ausgezeichnet, unter anderem für das "Beste Video" bei den MTV Europe Music Awards 1999. In Deutschland und Großbritannien gelingt Britney ebenfalls mit Single und Album der Sprung an die Spitze der Charts, sogar die Weltcharts führt der Titel wochenlang an. Ihre nächste Single "Sometimes" knüpft nahtlos an den Erfolg an und sorgt für einen weiteren Verkaufsschub des Albums, das bereits zu diesem Zeitpunkt ein weltweiter Millionen-Seller ist. Spätestens jetzt ist allen Musikkritikern klar, dass es sich bei Britney um keine Eintagsfliege handelt. Ihre dritte Single "(You Drive Me) Crazy" wird als Soundtrack für den gleichnamigen Kinofilm ausgewählt. Das dazugehörige Musikvideo, in dem auch zwei Schauspieler des Films (darunter Melissa Joan Hart, bekannt aus "Sabrina - The Teenage Witch") mitwirken, wird gleich mehrfach zusammengeschnitten, dementsprechend gibt es gleich drei verschiedene Versionen zu sehen. Wie schon die beiden Vorgänger schafft es auch "(You Drive Me) Crazy" in die Top 10 von Deutschland, Großbritannien und den USA. Fast zeitgleich bringt Britney ihr erstes Home-Video "Time Out with Britney Spears" heraus, in dem man unter anderem Backstage-Interviews, die ersten drei Musikvideos und deren Making Ofs, sowie einige Live-Perfomances ihrer US-Tour bewundern kann. Als nach der ausgedehnten Tournee durch die USA eine neue Single erwartet wird, überrascht Jive Britneys Fans mit einem Single-Split: Für Europa wird "Born To Make You Happy" ausgekoppelt, in den USA und Australien erscheint die Ballade "From The Bottom Of My Broken Heart" (auch die dazugehörigen Musikvideos werden getrennt ausgestrahlt). "Born To Make You Happy" ist dabei deutlich erfolgreicher, steht europaweit im vorderen Bereich der Charts und wird in Großbritannien gar Britneys zweite Nummer 1. Mit "From The Bottom Of My Broken Heart" gelingt es ihr hingegen erstmals nicht, die amerikanischen Top Ten zu erreichen.
Britney und der Rest der Welt
Mit dem sagenhaften Erfolg werden die Medien auf das Phänomen Britney Spears aufmerksam. Zahllose Auftritte, Foto-Shootings und Posings für die Cover diverser Jugend-, Mode- und Starzeitschriften werden zum Alltag von Britneys Leben. Es dauert nicht lange, bis auch andere Produzenten den typischen Britney-Stil vermarkten wollen. So werden mit Christina Aguilera, Jessica Simpson und Mandy Moore drei weitere junge US-Girls ins Rennen geschickt, um Britneys Erfolg zu wiederholen. Sie versuchen zu singen, zu tanzen und auszusehen wie Britney, aber keine von ihnen kann Brits Ruf als "Teen-Queen of Pop" ernsthaft gefährden. Doch der Erfolg zeigt bald seine Schattenseiten: Die Medien versuchen fast ununterbrochen, das Image von Britney zu zerstören. Unzählige Gerüchte gibt es über sie zu hören oder zu lesen, von einer angeblichen Brust-Operation (ihre Verletzung während der Dreharbeiten zum "Sometimes"-Video sei nur ein Vorwand gewesen) über Liebes-Affären (Ben Affleck, Prinz William und - Dauerthema - Justin Timberlake von 'N Sync) und Beschwerden wegen ihres Auftretens für einen Teenager ("zu sexy") bis hin zu Playback-Vorwürfen. Im Internet entstehen zahlreiche Anti-Seiten, deren Inhalte von makaberen Scherzen über Brit und Unmengen an gefälschten Nacktfotos bis hin zu Mordaufrufen oder -drohungen reichen. Aber all das kann Britney nicht erschüttern. Sie bleibt das standhafte Girl, das sie immer war, und ihre Fans glauben an sie.
"Oops! Britney Did It Again"
Im Dezember 1999, genau ein Jahr nach der Veröffentlichung ihrer Debüt-Single, wird angekündigt, dass Britney die Arbeit an ihrem zweiten Album begonnen hat. Im April 2000 erscheint vorab die Single "Oops!...I Did It Again", Mitte Mai folgt das gleichnamige zweite Album. Erneut schafft sie den weltweiten Sprung nach ganz oben, Album und Single erobern wie ihre Vorgänger Platz 1 der Weltcharts. In den USA bricht das Album mit über 1,3 Millionen verkauften Exemplaren den Rekord der Erste-Woche-Verkäufe für eine weibliche Sängerin - wieder hat sie Musikgeschichte geschrieben. Ein neuer Rekord auch in Großbritannien: Britney ist die erste Sängerin, die im Jahr 2000 zwei Songs auf der Nummer 1 platzieren kann. Die Folge-Single "Lucky", in der die Schattenseiten des Ruhmes beschrieben werden, schafft es nach "...Baby One More Time" wieder auf Platz 1 der deutschen Charts und kann sich in der Jahreswertung unter den 10 meistverkauften Singles behaupten. Zwischenzeitlich erscheint mit dem Buch "Heart To Heart", eine Biografie, die Britneys Werdegang nachzeichnet und das Verhältnis zwischen sich selbst und ihrer Mutter Lynne beschreibt. Verkaufsmäßig steht es Brits CDs in nichts nach, in vielen amerikanischen Buchläden sind die Ausgaben binnen weniger Tage vergriffen. Bei den MTV Video Music Awards am 07.09.2000, die in der New Yorker Radio City Music Hall stattfinden, erregt Britney, die gleich vier Nominierungen erhält, großes Aufsehen mit ihrer äußerst freizügigen Performance. Zu Beginn ihres Auftritts trägt sie einen schwarzen Smoking mit Hut. Völlig überraschend reißt sie sich jedoch während ihres Auftritts - ein Medley aus "(I Can't Get No) Satisfaction" und einem rockigen "Oops!...I Did It Again"-Remix - die Kleider vom Körper um sich vor den Augen des jubelnden Publikums bis auf einen Glitzer-Bikini zu entblättern und damit einen atemberaubenden Bühnen-Strip hinzulegen. Und dann steht sie endlich an: die lang ersehnte Tour durch Deutschland...
Höhepunkt und tiefer Fall
17. Oktober 2000 - ein Datum, das viele Britney-Fans ihr Leben lang nicht vergessen werden. An diesem Tag gibt die Pop-Prinzessin in Bremen ihr erstes von insgesamt 10 Deutschland-Konzerten. Über Berlin, Stuttgart und München (sowie einigen Abstechern ins Ausland) kommt sie auch nach Leipzig. Brits dortiger Auftritt am 1. November unterscheidet sich nicht von den vorherigen, doch ihre Halloween-Party mit der Crew in der Nacht zuvor ist folgenschwer: Am Tag darauf sind nicht nur die Boulevard-Zeitungen voll von Fotos einer angetrunkenen Britney Spears, die bis dahin immer ihre Abstinenz vom Alkohol betont hatte. Alles Lüge? Über Nacht werden Zweifel an Brits weißer Weste laut, viele Fans sind irritiert von ihrem Star. Hat Britney etwa geflunkert? Die Ereignisse der nächsten Monate überschlagen sich: Ein für den 11. November 2000 geplanter Auftritt bei "Wetten, dass...?" wird erst auf den 09.12. verlegt, um wenig später ganz abgesagt zu werden. Offizielle Begründung: Britney sei völlig erschöpft und vor lauter Tourstress sogar erkrankt. Ihre Fans zeigen Verständnis, bis an Brits 19. Geburtstag die Bombe platzt: Während alle von ihr annehmen, dass sie daheim das Bett hütet und sich erholt, besucht Brit heimlich Konzerte von 'N Sync.

Am 02.12. (eben jener Geburtstag) taucht sie unvermittelt während der Show auf der Bühne auf, und zwar quicklebendig! Die Zuschauer sind baff. Ein Teil stimmt schließlich in 'N Syncs Geburtstagsständchen für Brit ein, doch es hagelt auch Pfiffe und Buh-Rufe für die Pop-Prinzessin. Bei all dieser Verwirrung gerät selbst der Erfolg ihrer neuen Single "Stronger" (Direkteinstieg auf Platz 6 der deutschen Charts) und ihr doppelter Triumph bei den Billboard-Awards zur Nebensache. In Deutschland gibt es zu dieser Zeit nur ein Gesprächsthema: die angekündigte Promo-Tour, die Brit absagen lässt, weil sie sich von der deutschen Presse schlecht behandelt fühlt. Dieser Schritt ist für nicht wenige Fans unerklärlich, gibt es doch auch in zahlreichen anderen Ländern böse Artikel in den Boulevard-Zeitungen, ohne dass dies Konsequenzen zur Folge hätte. Dann das Liebesgeständnis: Britney und Justin geben ihr jahrelanges Versteckspiel auf und bekennen sich zu ihrer gemeinsamen Liebe. Und wieder Irritationen bei den Fans: Warum wurde diese Beziehung so lang verheimlicht? Selbst wenige Wochen zuvor hieß es bei einer Pressekonferenz in Bremen, dass sie und Justin nur gute Freunde wären, aber kein Paar. Auch wenn die Beziehung der beiden Jungstars nach und nach von den meisten Fans angenommen wird - ein fader Beigeschmack bleibt wohl für immer...