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Zusammenbruch
Nach dem turbulenten Ende des Jahres 2006 scheint die Misere auch 2007 nicht abreißen zu wollen. Bereits in der Neujahrsnacht bricht Britney, die als Gastgeberin im "Pure" Nachtclub von Las Vegas mit Manager Larry Rudolph das Jahr 2007 begrüßte, zusammen und muss in ihr Hotelzimmer abtransportiert werden. Kein gutes Omen für das neue Jahr. Die Tage danach verbringt Brit erneut im Tonstudio, wendet sie in einem Brief auf ihrer Homepage an ihre Fans und bedankt sich, dass sie trotz der unaufhörlichen Negativ-Schlagzeilen zu ihr halten. Außerdem kündigt sie die Veröffentlichung ihres neuen Albums "zu einem späteren Zeitpunkt des Jahres" an. Den Paparazzi gestattet sie sogar ein Preview in das neue Werk, während sie an einer Ampel warten muss. Dabei handelt es sich um den Titel "State Of Grace". Persönlich turbulent wird es im Januar außerdem, als Britney eine kurze Liaison mit Model Isaac Cohen eingeht, der ihre Geschichte später an die Klatschpresse verkauft. Der persönliche Tiefpunkt wird dagegen vorerst erreicht, als Ende des Monats Britneys Lieblingstante Sandra Bridges Covington im Alter von nur 59 Jahren einem Krebsleiden erliegt.
Die Glatze
Der Tod ihrer Tante hat Britney, die im Januar ihre Party-Exzesse wieder runtergefahren hatte, so aus dem Ruder geworfen, dass sie wieder beginnt exzessive Partys zu feiern. Besonders in New York kommt es öfter zu Stripeinlagen und ausschweifenden Festen in Nachtclubs. Doch der Niedergang geht weiter. Am 16. Februar betritt Britney einen Friseur-Salon in Los Angeles - sie verlässt ihn mit einer selbst rasierten Glatze. Die Medienwelt ist empört (Fanseiten verbuchen erneut Rekord-Besucherzahlen), die Fans sind geschockt und die Frage steht im Raum: Wie schlecht geht es Britney wirklich? Der Hilfeschrei nach Geborgenheit und Unterstützung lässt Familie und Management anrücken. Brit weist sich selbst in Arizona in eine Nervenanstalt ein, verlässt sie aber nach 24h wieder, weil Ex-Mann Kevin Federline ablehnt sie zu besuchen und die Sehnsucht nach ihren Kindern zu groß wird. Wenige Tage später wird Britney auf Anraten ihres Managements ins Rehabilitations- und Entzugszentrum "Promises" in Malibu eingewiesen. Doch anders als in der Presse dargestellt, wird sie dort nicht wegen Missbrauchs von Drogen und Alkohol behandelt. Vielmehr sind Folgen einer Wochenbettdepression nach der Geburt von Jayden James der Anlass zum Aufenthalt in der Einrichtung. Unterdessen stellt sich die Prominenten-Welt hinter den Popstar und sogar "Intimfeinde" wie Amy Lee oder Avril Lavigne bekennen sich zu ihr.
"Promises"
Während ihres 30-tägigen Aufenthalts in "Promises" vergeht kaum ein Tag ohne Schlagzeilen. Meist gibt es haarsträubende Dinge zu lesen, die sich angeblich im Innern des Gesundheitszentrums zugetragen haben sollen. Tatsächlichen Bestand hat jedoch nur eine Attacke gegen Paparazzi mit einem Regenschirm (wofür sie sich im Juni in einem offenen Brief entschuldigen wird). Brit geht vor Kevins Apartment auf eine Gruppe von Paparazzi los, da ihr Ex sie nicht zu den Kindern lassen möchte. Die restliche Zeit der Therapie verbringt Brit meist abgeschirmt, während die Solidarität der Fans weltweit wächst und manche sich sogar eine Glatze scheren lassen - die Glatze wird im Frühjahr 2007 wieder zum Mode-Hingucker.
"House of Blues"-Tour
Nach der erfolgreich abgeschlossenen Therapie in "Promises" (welche auch Alkohol- und Drogentests beinhaltete, die zu Britneys Gunsten ausfielen) konzentriert sich Britney zunächst auf ihre Karriere und das große Comeback. Spears sieht erholt aus und unterhält die Öffentlichkeit mit dem Tragen der unterschiedlichsten Perücken. Zuerst feuert sie ihren Manager Larry Rudolph, danach gibt sie Paparazzi-Agentur X17online ein Interview, in dem sie voller Sarkasmus Amerika anklagt, das brav alles glaubt, was in der Presse steht. In diesen Tagen begibt sie sich außerdem zum Tanz-Training, um sich auf eine Mini-Tour durch einige US-Städte vorzubereiten. Die "House Of Blues"-Tour führt durch einige Clubs und beginnt am 1. Mai 2007! Unter dem Pseudonym "The M&M's" versucht Britney ihre ersten Gehversuche in Richtung Comeback. Insgesamt besucht sie 5 Städte (San Diego, Anaheim, Los Angeles, Orlando und Miami) und gibt jeweils ihre alten Hits "...Baby One More Time", "I'm A Slave 4 U", "Breathe On Me", "Do Somethin'" und "Toxic" mit Halb-Playback zum Besten. Die Fans sind aus dem Häuschen Queen B endlich wieder auf der Bühne in Aktion zu erleben, auch wenn sie teilweise noch etwas unbeholfen scheint und die Technik um das Halb-Playback nicht immer funktioniert. Ende Mai ist Britneys Haar mittlerweile so nachgewachsen, dass sich künstliche Haarverlängerungen anbringen lassen. Des Weiteren wendet sich Brit in einem weiteren Brief an die Fans. Sie erläutert, dass sie das Vertrauen in ihren Manager und ihre Familie verloren habe und sich allein gelassen fühle. Außerdem bekennt sie, dass sie sich wie ein Kind mit ADS verhalten habe, bittet indirekt um Verzeihung und kritisiert verzerrte Medienberichte.
Comeback-Vorbereitungen
Nach Abschluss der "House Of Blues"-Tour widmet Britney ihren Söhnen viel Zeit und präsentiert der Öffentlichkeit erstmals Söhnchen Jayden James, den sie über ein halbes Jahr lang abgeschirmt hat. Mit dabei ist in dieser Zeit eine zunächst unbekannte junge Lady, die sich später als Cousine Alli Sims herausstellt und unterstützend an Britneys Seite weilt. Unterdessen werden die ersten Gerüchte zu Britneys Comeback-Single laut. Produzent T-Pain ("Hot As Ice") bezeichnet ihren neuen Musikstil als Hard'n'B. Trotz allem bleiben jede Menge verleumderische Artikel im Medienbereich nicht aus - und wenn Britney nicht selbst für Wirbel sorgt, scheut die Presse nicht davor, sich neue Storys auszudenken. Dies ändert sich auch nicht, als Britney völlig überraschend am 19. Juli 2007 das Video zu ihrer Comeback-Single in einem Lagerhaus von Los Angeles dreht. Die Fans haben höchste Erwartungen an den Clip, da Brit in den Drehpausen in sexy Beerdigungs-Outfit zu sehen ist. Der Titel der Single ist noch unbekannt - zur Auswahl stehen "Get Back", "Freakshow" und "Gimme More". Da am Set ein Bruchteil des Liedes hörbar wurde, sind sich die Fans einig das Wort "Freakshow" verstanden zu haben. Der zweite Drehtag wird indessen immer wieder verschoben und auch die Arbeit hinter den Kulissen der Album-Produktion gerät immer wieder ins Stocken; einmal weil Söhnchen Sean von Paparazzi bedrängt wird und Spears zur Sicherheit ihrer Söhne erstmal alle Termine absagt.
Gerichtstermine, Verlust des Sorgerechts
Weitere Termine, die die Comeback-Vorbereitungen immer wieder verzögern, sind von privater Natur. Am 25. Juli 2007 wird Britney Spears offiziell von Kevin Federline geschieden. Doch während die Scheidung problemlos verlief, deutet sich im darauf folgenden Sorgerechtsstreit eine Schlammschlacht sondersgleichen an. Dass Britney sich mit Jeff Kwatinetz einen neuen Manager zulegt geht dabei fast unter, da Britney im August beim Einparken ein Auto streift und verklagt wird, weil sie den Unfallort voller Paparazzi verließ. Bei einer Routinekontrolle der Polizei fällt den Beamten außerdem auf, dass Britney keine gültige Fahrlizenz für den Staat Kalifornien (nur einen für Louisiana) besitzt. Aus diesem Grund wird sie ebenfalls verklagt. Das Malheur wegen "Fahrerflucht" wird vor Gericht schnell geklärt und Britney kommt mit einem Bußgeld davon. Das Fahren ohne gültigen Kalifornien-Führerschein hat jedoch weitreichende Konsequenzen. Kevins Anwalt nimmt dies zur Veranlassung, um Britney das (seit "Promises") geteilte Sorgerecht für die Söhne Sean Preston und Jayden James vorläufig zu entziehen. Der Führerschein-Fall wird frühestens im Januar 2008 abgeschlossen werden, bis zu jenem Zeitpunkt bleibt das Sorgerecht bei Kevin Federline. Belastend und richtungweisend für diese richterliche Anordnung war auch eine Aussage von einem ehemaligen Bodyguard vor Gericht. Der beschuldigt seine ehemalige Arbeitgeberin Britney Spears des übermäßigen Drogen- und Alkoholmissbrauchs; auch in Gegenwart der Kinder. Vor dem Gesetz muss der Richter die Anordnung erlassen, dass Britney regelmäßige Tests ablegen muss, die ihr Blut auf unerlaubte Substanzen untersuchen. Außerdem muss sie gemeinsam mit Kevin zum Eltern-Training. Die ersten Termine lässt Britney platzen, was ebenfalls dazu beiträgt, dass sie das Sorgerecht verliert. Als sie jedoch beginnt, die Tests abzulegen, fällt jeder zu ihren Gunsten aus. Die Test müssen von Rechtswegen her jedoch über längeren Zeitraum abgelegt werden, weshalb der Sorgerechtsstreit bis April 2008 fortdauern soll. Und all das wegen eines Führerscheins und einer unwahren Aussage eines ehemaligen Angestellten. Überhaupt scheint Britney 2007 nicht viel Glück mit ihren Angestellten zu haben, da nach Affäre Isaac Cohen zu Jahresbeginn auch eine Ex-Assistentin miese Geschichten über Brit an die Presse verkauft. Allerdings macht die Beamtin vom Jugendamt Ende Oktober Mut zur Hoffnung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe sich Britney stets an ihre Tipps gehalten.
"Gimme More" - It's Britney, bitch!
It's Britney, bitch! Eindrucksvoller kann man sich für ein Comeback wohl kaum zurückmelden. Am 30. August 2007 feiert Britneys Comeback-Single Welt-Premiere auf amerikanischen Radio-Stationen. "Gimme More" wurde von Nate "Danja" Hills, Keri Hilson und Marcella "Ms. Lago" Araica geschrieben und produziert. Futuristische harte Beats prägen den eingängigen Song mit dem ohrwurmartigen Refrain. Inhaltlich liefert der Track 2 Ebenen. Er ist sowohl ein Club-Song, als auch gleichzusetzen mit Britneys ironischem Spiel mit den Paparazzi. Neben dem legendärsten Britney-Intro aller Zeiten kommt das Lied mit der starken Aussagen "they want more / well, I'll give them more" daher. Britney bezieht sich auf die Aufmerksamkeit, die ihr in den Medien zuteil wird. Und die Welt will wirklich mehr! Schon nach 12 Stunden bricht "Gimme More" Rekorde. Innerhalb dieser Zeit katapultiert sich der Track auf Platz 80 in den amerikanischen Airplay Charts und schafft es schneller als ein anderer Song in der Geschichte so hoch in die Radio-Charts. Nach nicht einmal 48h hat das Lied die Top 50 erreicht. Für die Video Music Awards von Musiksender MTV ist das große Bühnen-Comeback der Spears angesetzt. Schon im Vorfeld werden Spekulationen zum Auftritt laut. Neu-Manager Kwatinetz stellt Kontakt zu Magier Criss Angel her. Die Proben gestalten sich allerdings als äußerst kompliziert und inmitten des Sorgerechtsstreits ist es Britney nicht möglich die Proben zu beenden. Für den Auftritt vor der ganzen Welt muss eine Alternativ-Performance herhalten, die auf einer zu kleinen Bühne und an den riesigen Erwartungen der Menge scheitert. Doch auch wenn die Presse den Auftritt als Flop des Jahres betitelt (im Zug dessen verzeichnen sämtliche Britney-Seiten erneut Rekord-Besucherzahlen), wird "Gimme More" gleichzeitig bei allen Kritikern hochgelobt.

Der Auftritt bringt dem Track soviel Wirbel und Aufmerksamkeit ein, dass er sofort nach Verkaufsstart auf Platz 1 der iTunes Charts schießt. Britney gelingt nach 1 Woche der Einstieg auf Platz 1 der Billboard Download Charts und der Hot 100 Digital Songs. Dies sorgt dafür, dass "Gimme More" in den amerikanischen Single Charts auf Platz 3 katapultiert wird - es ist der kommerziell erfolgreichste Hit in den USA für Britney Spears seit ihrem Debüt "...Baby One More Time" 1998 und wird nach nur vier Wochen mit Gold ausgezeichnet. Zusätzlich erreicht "Gimme More" Platz 1 in den amerikanischen Airplay Dance Charts und den Hot Dance Club Play Charts. Insgesamt ist es der achte Hit, den Britney in einer Unterkategorie der Billboard Charts auf Platz 1 hieven kann. Auch weltweit wird die Single zum Smash-Hit und erreicht Platz 1 der Top 100 Most Selling Singles (Britneys achter weltweiter Nummer-1-Hit), den Euro Top 100 und den Asien Charts. Weiter erreicht der Song Platz 1 in Kanada, Irland, Israel, Südkorea, Grönland und auf den Philippinen. In den World Track Charts schafft es der Song bis auf Platz 2. Auch wenn das Video, erneut wegen viel zu hoher Erwartungen, bei einigen Fans und Kritikern durchfällt, weil Spears vier Minuten lang an einer Stange tanzt, kann "Gimme More" keiner mehr aufhalten und beschert Spears eine geglückte Rückkehr in die Charts weltweit. In Deutschland erreicht sie ihren 15. Top-10-Hit und landet auf der 7.
Blackout
Während die Vorab-Single "Gimme More" länderabhängig zwischen September und Ende Oktober veröffentlich wird, fiebert die spearssche Fanwelt der Veröffentlichung der Comeback-Platte "Blackout" entgegen. Da Spears keine Promo-Termine veranschlagt hat, um ihre neue Musik zu bewerben, liegt alles in der Hand der Plattenfirma, die Hörproben an große Magazine schickt und Demo-Versionen online leakt. Der Titel "Blackout", so heißt es, beziehe sich auf das Ausblenden jeglicher Negativität. Produziert wurde das Werk vornehmlich von Danja Hills und Bloodshy & Avant, die sich schon für "Toxic" verantwortlich zeigten. Weitere Tracks entstanden jeweils in Zusammenarbeit mit Sean Garrett, The Clutch, Freescha, Kara DioGuardi, Corte Ellis, T-Pain und Pharrell Williams. Aus Britneys Feder stammen mit "Freakshow" und "Ooh Ooh Baby" dieses Mal nur zwei Songs. Bislang einmalig in Britneys Karriere sind sich die Kritiker einig. Sie bezeichnen das Album als ihr bislang bestes Werk und loben es von vorne bis hinten. Die Platte landet sogar erstmals auf Platz 1 der Tastemakers Charts, das bedeutet, dass die Platte landesweit die besten Kritiken in den USA bekommen hat. Britney zementiert also ihren Status als Pop-Queen des neuen Jahrtausends erneut.

Musikalisch ist das Album ein bunt gemischtes Kunstwerk der Marke Elektronic-Dance-Pop-House. Auf Balladen wurde fast komplett verzichtet, wenn man von der Mid-Tempo-Nummer "Why Should I Be Sad" absieht, welche die Trennung von Kevin Federline nachzeichnet. Besinnliche Stücke wie "State Of Grace" oder die stimmgewaltigen Lieder "You Desert Me" und "Let Go", die als Demo-Version schon vorab geleaked wurden, packte Britney (erstmals als Executive Producer für die Trackliste zuständig) nicht auf die Platte. Inhaltlich orientiert sich "Blackout" an Britneys Leben der letzten Monate. In erster Linie sind es erstklassig produzierte Party-Songs - ein Grund für die Kritiker, dem Album Authentizität zuzuschreiben. Aber trotz der meist fröhlichen Up-Tempo-Verpackung besticht "Blackout" durch viel Ausdruck im Inhalt. Die zweite Single, das düstere "Piece Of Me", rechnet mit den Medienberichten ab; Britney warnt sogar vor ihrer Person als falsches Vorbild ("Now are you sure you want a piece of me?") - denn sie möchte gar kein Vorbild (mehr) sein. "Freakshow" (von Britney geschrieben) setzt sich ebenfalls mit den Medien auseinander und setzt dort an, wo "Gimme More" inhaltlich aufhört. Britney hält der Gesellschaft einen Spiegel vor und behauptet, nun demonstrativ das zu tun, was man von ihr erwartet: eine Freakshow inszenieren, an der sich die Sensationslüsternen ergötzen können. Ihr Privatleben scheint ein weiteres Mal beim futuristisch-beatstarken "Toy Soldier" durch, indem sie davon spricht, keinen Zinnsoldaten, sondern einen harten Kerl haben zu wollen - doch der kommt einfach nicht vorbei. Ansonsten strahlt die Platte sehr viel Erotik und mehrdeutig jede Menge sexuelle Anspielung aus, was man von Britney Spears ja schon immer gewohnt ist. Herausragend in dieser Hinsicht ist ganz bestimmt das forsche "Get Naked (I Got A Plan)" oder die gemäßigt sexuellen Tracks "Break The Ice" und "Ooh Ooh Baby".

Da Britney auf eine Promo-Tour verzichtet, beachten fast nur die (übrig gebliebenen) Fans die Veröffentlichung und machen die Platte zu einem Hit. In 12 Ländern erreicht "Blackout" Platz 1 in den iTunes Charts, darunter USA, Deutschland, England und Australien. Das Album stellt den Weltrekord für die meisten verkauften Online-Alben innerhalb der ersten Woche auf. Doch auch in den CD-Geschäften geht die Platte ganz gut weg, wenn auch nicht so erfolgreich wie die ersten Alben. In den USA hätte es eigentlich Platz 1 werden müssen, doch ausgerechnet in der Woche, als "Blackout" sich die Pole Position in den USA gesichert hätte, entscheidet sich Billboard dazu, das alt bewährte Chart-System ohne Vorankündigung aufzugeben. Aus diesem Grund konnte das Album der Eagles, welches ohne die Neuerung nicht Chart-fähig gewesen wäre, noch an Britney vorbei ziehen. Die Fanbase ist empört und vermutet eine hinterhältige Verschwörung gegen die Pop-Queen. Dennoch kann sie sich Platz 1 in den Download Charts sichern. Außerdem ist sie, auch wenn das Album in den Charts "nur" Platz 2 erreicht, die erste Künstlerin in den USA, die es schafft, ihre ersten fünf Studio-Alben in den Top 2 der amerikanischen Album Charts zu platzieren. Was "Blackout" in den USA knapp verwehrt wird, klappt allerdings in Kanada, Irland, Südkorea, Brasilien, der Türkei, den Europa Charts und in Asien - dort landet das Album auf Platz 1 der Charts. In einigen Ländern erreicht "Blackout" die beste Platzierung seit "Oops!... I Did It Again", in den Welt Charts stürmt es auf Platz 2. In Deutschland schafft es "Blackout" allerdings nur auf Platz 10 und verschwindet schnell aus den Charts. Bis Ende 2007 kann die Platte dennoch schon erste Edelmetall-Auszeichnungen aufweisen. Es gibt Platin in den Welt Charts (für über 1 Mio. verkaufte Tonträger) sowie Gold in den USA, Australien, Belgien und Brasilien. Für Aufsehen sorgt außerdem das Booklet des Albums, in dem sich Britney in einem Beichtstuhl auf einem Pastor räkelt.
"Piece Of Me" (Abrechnung mit Medien, erstmals schwule Flirts im Clip)
Noch im November 2007 macht sich Britney an die Arbeit zur zweiten Single aus "Blackout". Die Wahl fällt auf das selbstironische und medienkritische "Piece Of Me". Der Videodreh findet am 27./28. November bis morgens um 6.30 Uhr statt; von dort aus eilt Britney fast direkt weiter zum Elterntraining um 10 Uhr. Gedreht wird im Club-Restaurant "Social Hollywood" in Los Angeles. Welt-Premiere feiert der Clip am 14. Dezember 2007, zehn Tage vor Weihnachten und versüßt den Fans das Fest der Liebe und ein niederschmetterndes Jahr nähert sich dem Ende. Das Video versöhnt die meisten Fans, die sich tweilweise noch unzufrieden mit der Umsetzung von "Gimme More" zeigten. Der Clip wird von Wayne Isham produziert, der sich auch schon verantwortlich für "I'm Not A Girl, Not Yet A Woman" zeigt. Das Britney-typische Video besteht aus einigen Kostümwechseln, Tanzszenen und legt viel wert auf den Inhalt, welcher sich an der Aussage des Liedes orientiert. Dargestellt wird die nimmermüde Belagerung Britneys durch Paparazzi und die Verlogenheit der Klatschpresse. Ironisch und sarkastisch holt Britney zum Gegenschlag aus und macht sich über die Berichterstattung der Medien lustig. Sie stellt sogar eine "Unten-Ohne-Aktion" nach und diffamiert männliche Verehrer, die sie an die Klatschpresse verkaufen (wie anno 2007 bereits geschehen). Sie überzeugt mit einem kräftigen Schuss Erotik, während die staccatohaften Tanzszenen und Schritte analog zum Blitzlichtgewitter der Fotografen ausgeführt werden; Britney verbirgt ihre satirische Haltung gegenüber der Presse keineswegs. Besonders bei Britneys schwuler Fanbase stößt der Clip auf Extra-Zustimmung, da Spears erstmals in ihrer Video-Geschichte in einzelnen Sequenzen schwule Jungs zeigt, die im Club Spaß haben und sich näherkommen. Die Veröffentlichung der Single ist für den Beginn des Jahres 2008 geplant.
Ausblick 2008
Das Video zu "Piece Of Me" kann durchaus als Übergang zur neuen alten Britney gewertet werden. Bis April wird sich der Sorgerechtsstreit noch hinzögern. Die Fans hoffen darauf, dass ihr Idol sich dann überwinden kann und ihr Album promoten wird. Dass die Fanbase nach wie vor da ist, hat sich mit dem Anfangs-Erfolg von "Blackout" bewiesen. In Deutschland wurde sogar ein Fotoshooting durch Candice Breitz gemeinsam mit Britneyfans veranstaltet und zur Veröffentlichung von "Blackout" fand in Karlsruhe Anfang November 2007 die "Blackout Release Party" statt. Die Fans werden weiter geduldig auf Britney warten und hoffen, dass Britney in erster Linie ihre Privatangelegenheiten regeln kann, ehe sie ihre Rückkehr vollends in Anlauf nimmt. Das Britneyland-Team wünscht Britney einen fabelhaften Sprung in das Jahr 2008 und dass sich alles zum Guten wenden möge. Und vielleicht wird die Pop-Queen ja schon 2008 einen Besuch in Deutschland einlegen.